LUNGEN- UND BRONCHIALHEILKUNDE

Atemnot, Husten und Reizhusten, Auswurf, Fieber, Schmerzen, eine laufende oder verstopfte Nase:

Atemwegserkrankungen haben vielfältige Symptome und Ursachen.

Sie gehen oftmals mit einer deutlichen Beeinträchtigung der Lebensqualität einher und können zudem negative Auswirkungen auf Körper und Psyche haben.

Termine
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Goldberger Str. 114
40822 Mettmann

Thorsten Kober

Behandlungsspektrum

In der Lungen- und Bronchialheilkunde (Pneumologie) werden akute und chronische Erkrankungen der Atemwege sowie der Lunge diagnostiziert und behandelt. Zu diesen Krankheiten gehören u. a.:

  • Asthma bronchiale
  • akute oder chronische Bronchitis
  • COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease)
  • Lungenentzündung
  • Lungenkrebs
  • Rippenfellentzündung
  • Tuberkulose
Diagnostik

Die Diagnostik geschieht u. a. mittels folgender Untersuchungsmethoden:

  1. Diffusionsmessung

    Um den Sauerstoffaustausch in der Lunge bzw. die Fähigkeit der Lunge zur Aufnahme von Sauerstoff aus der Luft zu bestimmen, führen wir die Diffusionsmessung durch. Hierbei atmet der Patient eine Testluft ein, der eine bestimmte Menge des Gases Kohlenstoffmonoxid beigemischt wurde. Durch den Atmungsvorgang des Patienten enthält diese Testluft weniger Kohlenstoffmonoxid als vorher. Das Gas tritt – ebenso wie Sauerstoff – aus der Lunge ins Blut über. Konzentrationsänderungen dieser Gase in Aus- und Einatemluft lassen Rückschlüsse auf die Sauerstoffaufnahme und das Lungenvolumen zu. Hierbei lassen sich Diagnosen stützen oder Krankheitsverläufe kontrollieren z.B. bei Asthma bronchiale, COPD, einem Lungenemphysem, Sarkoidose oder anderen Veränderungen des Lungengewebes.

  2. Bodyplethysmographie (die große Lungenfunktion)

    Dieses Verfahren zur Funktionsprüfung der Lunge hat zwei Ziele: die Kontrolle des Luftvolumens in der Lunge am Ende einer normalen Ausatmung sowie die des Atemwegwiderstands.

    Um diese Parameter zu erhalten, sitzt der Patient in einer geschlossenen gläsernen Kammer, die einer Telefonzelle ähnelt. Der Patient atmet darin frei über ein Mundstück, das die Atemstromstärke während der Einatmung und der Ausatmung misst. Zudem verfügt die Kammer über Drucksensoren. Atmet der Patient, ändert sich der Druck in der Kammer, dies wird über die Sensoren registriert. Außerdem kann das Mundstück am Ende einer normalen Ausatmung geschlossen werden, so dass der Patient gegen einen Widerstand ein- und ausatmet.

    Über die diversen Tests können verschiedene Lungenvolumina, die nicht aktiv durch die Atmung bewegt werden können, festgestellt werden. Dazu gehört z.B. das Residualvolumen, also die Luft, die nach maximaler Ausatmung in der Lunge verbleibt, oder die funktionelle Residualkapazität, das Volumen in der Lunge nach normaler Ausatmung.

    Die Bodyplethysmographie setzen wir ein, um obstruktive und restriktive Lungenerkrankungen, also Erkrankungen, die die Elastizität der Lunge vermindern und somit die Atmung erschweren, zu diagnostizieren bzw. deren Verlauf zu kontrollieren. Dazu gehören z.B. Asthma bronchiale, COPD, das Lungenemphysem, die Lungenfibrose oder auch die Diagnostik und Auswirkungen von Allergien.

  3. P01-Messung

    Mit diesem Test messen wir, wie belastbar bzw. beanspruchbar, kräftig und funktionsfähig die Lunge ist. Dem sitzenden Patienten wird dabei eine Nasenklemme aufgesetzt. Durch kräftiges Ein- und Ausatmen versucht er dann, ein Magnetventil im Mundstück zu öffnen. Ein eventueller Funktionsverlust durch Überbeanspruchung kann auf diese Weise erkannt werden. Besonders bei Erkrankungen wie COPD gibt die P01-Messung Auskunft über den Zustand des Patienten.

  4. Unspezifischer Provokationstest mit Metacholin

    Bei dieser Untersuchung handelt es sich um einen Allergietest, der durch Inhalation des Medikaments Metacholin in ansteigender Dosierung durchgeführt wird. Er zielt darauf ab, einen körperlichen Reiz, also eine eventuelle Überreaktion der Lunge, zu provozieren. Er findet meist dann Anwendung, wenn sich die Diagnose Asthma bronchiale auf anderem Wege nicht sichern lässt.

  5. Messung des Stickstoffgehalts (FeNO) in der Ausatemluft

    Mit der FeNO-Messung ermitteln wir den Wert an Stickstoffmonoxid in der Atemluft. Sie erfolgt mit dem Niox-Gerät. Auf diese Weise können wir vorliegende Entzündungsprozesse erkennen und den Verlauf chronischer Erkrankungen der Lunge kontrollieren. Der FeNO-Test wird durchgeführt bei Asthma bronchiale, COPD, bei chronischer Bronchitis oder bakteriellen Infektionen der Nasennebenhöhle.

  6. Erweitertes Akutlabor bei Luftnot und Thoraxschmerz

    Wenn Sie akut unter Luftnot und Schmerzen im Brustkorb leiden, gilt es schnellstmöglich herauszufinden, woher die Beschwerden kommen. Dazu nehmen wir Ihnen Blut ab und untersuchen es auf bestimmte Parameter, die uns Aufschluss über die vorliegende Problematik geben.

    Dazu gehören:
    • D-Dimere
      Die D-Dimere sind Spaltprodukte des Fasereiweißes Fibrin, dem eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung zukommt. Die Konzentration der D-Dimere im Blut wird bestimmt, um einen plötzlichen Verschluss einer Vene oder Arterie durch ein Blutgerinnsel auszuschließen bzw. festzustellen.
    • Troponin
      Troponin ist ein wichtiges Muskeleiweiß, das z. B. auch in den Fasern von Skelett- und Herzmuskeln vorkommt und für die Funktion des Zusammenziehens und wieder Entspannens zuständig ist. Das Troponin ist ein wichtiger Laborwert in der Diagnose von Herzschädigungen.
    • BNP
      BNP (B-Typ Natriuretisches Peptid) ist ein Hormon, das u.a. einen funktionierenden Wasserhaushalt im Körper und einen geregelten Blutdruck bedingt. Seine Konzentration im Blut deutet auf eine akute Herzschwäche hin, zeigt aber auch den Zustand des Patienten bei einer akuten Lungenembolie an. Weiterhin nehmen wir den Wert, um einen evtl. Bluthochdruck in den Lungenarterien zu diagnostizieren.
    • CK
      Die Creatinkinase (CK) ist ein Enzym, das sowohl im Gehirn als auch in den Muskelzellen des Körpers vorkommt. Es ist für den Energiestoffwechsel der Muskelzellen wichtig. Seine Konzentration im Blut gibt Aufschluss z.B. über einen Herzinfarkt, eine koronare Herzkrankheit, Herzmuskelentzündung sowie den Muskelschwund an Rumpf und Extremitäten.
  7. Ultraschall von Lunge/Brustkorb

    Mit Hilfe von Schallwellen, die für den Menschen nicht hörbar sind, werden hier Bilder des Körperinneren erzeugt. Besonders gut funktioniert dies bei flüssigkeitsgefüllten und gut durchbluteten Organen – wie z. B. der Lunge. Krankhafte Veränderungen können hier schnell entdeckt und Diagnosen getätigt werden.

  8. Lungenfunktionsprüfung mittels Spirometrie

    Eine wichtige Methode zur Diagnose in der Lungenheilkunde stellt die Lungenfunktionsprüfung dar: Hierbei führt der Patient bestimmte Atemmanöver nach Anleitung durch. Mittels dieses Tests überprüft der Arzt den Zustand der Atemwege und die Leistung der Lunge. Liegt eine Lungenerkrankung vor, sind bestimmte Werte in der Lungenfunktionsprüfung verändert und geben dem Arzt Aufschluss darüber, welche Erkrankung beim Patienten vorliegt.

  9. Oxymetrie

    Hierbei wird die Sauerstoffsättigung im Körper gemessen. Dies erfolgt durch ein Gerät, das am Finger oder Ohrläppchen des Patienten angebracht wird. Diese Untersuchung ist wichtig, um Herz- und Lungenkrankheiten feststellen und deren Verlauf überprüfen zu können.

Ihr Spezialist

Thorsten Kober ist als Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie Ihr Ansprechpartner für Lungen- und Bronchialheilkunde in unserer Praxis in Mettmann.