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TI, TVGO, HZV – Praxisneuerungen

Änderungen der Gesetzeslage und unserer Praxisvoraussetzungen

 

  1. Wir bleiben auch weiterhin eine TI-freie (TI = Telematrik-Infrastruktur) Praxis und verzichten daher auf 1% unseres kassenärztlichen Umsatzes.

Was bedeutet TI? Mittels eines Konnektors und eines VPN-Tunnels sollen alle ihre Befunde und Daten auf den Servern der gesetzlichen Krankenkassen gespeichert werden. Die Praxen, die nicht bis zum 31.03.2019 sich an die TI anschließen lassen, werden mit einem Honorarabzug von 1% bestraft. Wir sind der Auffassung, so wie viele andere Arztpraxen auch, dass hierdurch ein Verstoß gegen das europäische Datenschutzgesetz und auch ein Verstoß gegen die ärztliche Schweigepflicht vorliegt. Ausserdem ist die Sicherheit dieses Systems gegenüber externen Angriffen (Hackern) als nicht ausreichend zu bewerten. Ihre Befunde und Krankheiten gehen nur Sie und ihre/n Ärztin/Arzt etwas an. Solange wir dem ökonomischen und strafrechtlichen Druck standhalten können werden wir alles dafür tun, dass ihre Daten geschützt bleiben!

          Quellen (https://):

rote-karte-fuer-die-ti.de

drive.google.com/file/d/1rNqHErg1x_6ywAKLbNUiAYQN7dXAbPkk/view

blog.medi-verbund.de/2019/03/offener-brief-dr-kriedel-praxen-bleiben-die-dummen/

freie-aerzteschaft.de/pressemitteilung-vom-20-03-2019/

deutscheaerztegewerkschaft.de/assets/docs/Patienteninfo_2.pdf

 

 

  1. Umstellung von kassenärztlichen Kollektiv-Vertragsarztsystem auf Selektiv-Vertragsarztsystem (HZV)  

Die meisten unserer Patientinnen und Patienten sind bereits bei ihrer Krankenkasse Teilnehmer des Selektiv-Vertragsarztsystem (kurz HZV). Durch das neue Versorgungsgesetz (TSVG, beschlossen im Bundestag am 14.03.2019, gültig ab 01.05.2019) haben sich die Rahmenbedingungen für Arztpraxen grundsätzlich in vielen Bereichen verändert. Die HZV-Verträge werden weiter gefördert, so sollen die Krankenkassen ihren Patientinnen und Patienten ab 01.05.2019 einen geldwerten Bonus zukommen lassen. Wie das dann genau aussieht ist aber noch nicht geklärt. Die Gesundheitsuntersuchungen (Check-Ups) ab dem 35. Lebensjahr dürfen auch weiterhin alle 2 Jahre durchgeführt werden. Im Nicht-HZV-System dürfen die Untersuchungen nun nur noch alle 3 Jahre stattfinden und beinhalten im Vergleich zu den HZV-CheckUp bei uns deutlich weniger Leistungen. Im HZV-System werden unsere Leistungen auch voll vergütet und unterliegen nicht wie im Nicht-HZV-System einer Budgetierung (wir machen unsere Praxis am Quartsende nicht zu, weil dann wegen Budgetierung unsere Leistungen nicht mehr bezahlt werden). Daher werden wir um unseren sehr hohen Praxisstandard auch für unsere gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten halten zu können, komplett auf das Selektiv-Vertragsarztsystem (HZV) der Krankenkassen umstellen und bitten Sie entsprechend uns zu unterstützen. Für weitere Informationen sprechen Sie uns gerne an!

          Quellen (https://):

bundesgesundheitsministerium.de/terminservice-und-versorgungsgesetz.html

hausaerzteverband.de/presse-medien/pressemitteilungen/nachrichten-detailansicht/news/pressestatement-zur-verabschiedung-des-terminservice-und-versorgungsgesetzes-tsvg-im-bundestag.html

aerzteblatt.de/nachrichten/87482/Budgetbegrenzung-sorgt-fuer-weniger-Arzttermine-am-Quartalsende

mein-hausarztprogramm.de

31. März 2019 News

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