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ALLERGOLOGIE

Eine Allergie bedeutet eine Überreaktion des Immunsystems auf ein bestimmtes Allergen, also einem Faktor von außen.

Diese Allergene können überall in der Natur vorkommen. Dabei handelt es sich meist um Eiweißstoffe, die sich in Hausstaub, Tierhaaren, Schimmelpilzen, Pollen oder Nahrungsmitteln wiederfinden.

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Thorsten Kober

Symptomatik

Bei einer allergischen Reaktion kommt das Immunsystem mit dem Allergen, das es nicht verträgt, in Kontakt. Dies führt zu verschieden ausgeprägten körperlichen Symptomen von ungefährlich bis gefährlich. Diese können sein:

  • Heuschnupfen
  • allergisches Asthma
  • Hautreaktionen (z. B. starker Juckreiz)
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten (z. B. Durchfall, Erbrechen)

Eine allergische Reaktion kann viele Ursachen haben. Eine Allergie kann genetisch bedingt sein, aber auch durch Umweltverschmutzung oder individuelle Ernährungs- und Lebensgewohnheiten entstehen. Insgesamt haben allergische Erkrankungen in den letzten Jahren weltweit sprunghaft zugenommen. Inzwischen ist hier in Deutschland bereits jede dritte Person betroffen.

Behandlung

Die Symptome einer Allergie werden im Regelfall mit Antihistaminika, topischen Glucocortikoiden, systemischen Glucocortikoiden oder anderen Medikamenten behandelt.

Hyposensibilisierung

Bei einer Hyposensibilisierung wird der Patient seinem Allergen ausgesetzt. Dies erfolgt in einem genau festgelegten Rhythmus, bei dem das Allergen von Mal zu Mal in seiner Dosierung erhöht wird. So kann sich das Immunsystem Schritt für Schritt auf die Substanz einstellen und die Überreaktion nimmt ab.

Diagnostik

Zur Diagnose von Allergien können verschiede Testverfahren herangezogen werden. Die geläufigsten sind:

  1. Pricktest

    Dieser Test bringt eine schnelle Diagnose und wird ambulant durchgeführt. Im Rahmen dieses Tests werden meist auf der Innenseite des Unterarms Tropfen verschiedener allergenhaltiger Lösungen aufgebracht. Mit einer speziellen Nadel wird der Haut ein Piekser versetzt, damit die verschiedenen Lösungen mit den Abwehrzellen der Haut in Kontakt treten. Liegt eine Allergie gegen einen oder mehrere Stoffe vor, so kommt es innerhalb von 15-20 Minuten zur Rötung der Haut, Juckreiz oder sogar zur Bildung von Quaddeln.

  2. Scratchtest

    Sollte der Pricktest keine ausreichenden Hinweise liefern oder für das verdächtigte Allergen keine Testlösung existieren, so kann ein Scratchtest durchgeführt werden. Die Haut wird dabei ca. 5 mm eingeritzt – ohne dass es zu einer Blutung kommt. Danach werden die entsprechenden Testsubstanzen aufgetragen und leicht eingerieben. Auch hier muss der Patient etwa 20 Minuten abwarten, um zu sehen, ob sich eine Hautreizung als Beweis für eine Allergie bildet.

  3. Epicutantestung

    Hierbei werden dem Patienten eine Serie von Testpflastern an die Haut geklebt, um festzustellen, ob Allergien gegen gewisse Stoffe vorliegen. Die Pflaster bleiben 48 Stunden auf der Haut. Reagiert die Haut nach dieser Zeit mit Rötung oder Juckreiz, so ist dies ein eindeutiges Indiz für eine Allergie.

  4. RAST-Test

    Der Rasio-Allergo-Sorbent-Test (kurz RAST-Test) bezeichnet einen aufwendigen Bluttest im Labor, bei dem Antikörper gegen körperfremde Allergene nachgewiesen und interpretiert werden.

  5. Provokationstests
    • Bei einem Verdacht auf spezielle Allergien werden im Anschluss an die Haut- und Bluttests zusätzlich sogenannte Provokationstests durchgeführt. Die Voruntersuchungen liefern dem Arzt Hinweise auf eine mögliche vorliegende Allergie, die mittels z. B. des nasalen oder bronchialen Provokationstests ausgeschlossen oder bestätigt werden kann. Der Test imitiert einen Kontakt des Patienten zu einem mutmaßlichen Allergie-Auslöser. Anhand der Reaktionen kann der Arzt die Allergie bestätigen und eine Behandlung einläuten.
Ihr Spezialist

Thorsten Kober hat langjährige Erfahrung im Bereich der Allergiediagnostik und –therapie. Er erwarb die Zusatzbezeichnung Allergologie der Ärztekammer Nordrhein und ist als eingetragener und zertifizierter Allergologe ihr Ansprechpartner in unserer Praxis in Mettmann.